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Hyperlink 3

Hamburg - Dänemark

Hyperlink 3 schafft die erste direkte Wasserstoffverbindung zwischen Deutschland und Dänemark. Als Teil des deutsch-dänischem Projekts Northlink H2 bildet es gemeinsam mit dem Projekt DHB1 des dänischen Fernnetzbetreibers Energinet einen zentralen Baustein des zukünftigen nordwesteuropäischen Wasserstoffmarktes. Die Infrastruktur wird daher in enger Zusammenarbeit beider Partner entwickelt und verbindet die deutschen Industrieregionen Stade und Brunsbüttel mit zukünftigen Wasserstoffproduktionsstandorten in Dänemark. Gleichzeitig schließt Hyperlink 3 das deutsche Wasserstoff-Kernnetz an wichtige Import-, Speicher- und Verbrauchsstandorte in Norddeutschland an.

Hyperlink 3 verläuft von Achim südwestlich von Bremen über Stade und Schleswig-Holstein bis zum deutsch-dänischen Grenzübergangspunkt Ellund. Darüber hinaus ermöglicht Hyperlink 3 den Zugang zum Wasserstoffspeicher SaltHy von Storengy in Harsefeld und schafft die Voraussetzungen für die Anbindung weiterer Wasserstoffspeicher in Norddeutschland. Über die Anbindung an andere Hyperlink-Projekte können Wasserstoffmengen unter anderem in Richtung Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und die Niederlande transportiert werden. Als Teil des Wasserstoff-Kernnetzes ermöglicht Hyperlink 3 zudem den weiteren Transport an Abnehmer in weiteren Teilen Deutschlands.

Die Umsetzung erfolgt schrittweise entsprechend dem Markthochlauf. Mit Hyperlink 3a wird zunächst die Region Stade an das Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen. Anschließend folgt mit Hyperlink 3b die Anbindung des Industriestandorts Brunsbüttel einschließlich seiner Hafen-, Import- und Elektrolyseprojekte. Mit Hyperlink 3c wird schließlich die grenzüberschreitende Verbindung nach Dänemark hergestellt und damit die erste durchgehende Wasserstofftransportverbindung zwischen beiden Ländern geschaffen. Die ersten Abschnitte in Stade werden Ende 2028 in Betrieb genommen; die vollständige Verbindung bis Ellund ist bis Ende des Jahres 2030 vorgesehen. Hyperlink 3 wird in weiten Teilen durch die schrittweise Umstellung bestehender Erdgasleitungen für den Transport von Wasserstoff umgestellt und durch gezielte Neubauabschnitte ergänzt. Konkret betrifft dies die Energietransportleitung (ETL 189), die in Schleswig-Holstein eine solche Lücke schließt. Der Baubeginn für die etwa 24 Kilometer lange Leitung ist für das 1. Quartal 2028 geplant, die Fertigstellung soll bis Anfang 2029 erfolgen.

Neben dem Import von erneuerbarem Wasserstoff aus Dänemark ermöglicht Hyperlink 3 auch die Anbindung zukünftiger Wasserstoffimporte über die Häfen Stade und Brunsbüttel (via BBNG Leitung “Brunsbüttel - Klein Offenseth”). Dadurch entsteht ein leistungsfähiger Transportkorridor, der Produktionsstandorte, Speicher, Importterminals und industrielle Verbraucher miteinander verbindet und den Markthochlauf von Wasserstoff in Deutschland und Europa unterstützt. Die Infrastruktur ist so ausgelegt, dass die Transportkapazität mit dem Marktwachstum schrittweise auf bis zu 4,3 GW am Grenzübergangspunkt Ellund erweitert werden kann.

Hyperlink 3

Streckenlänge: 310 km
Streckenverlauf: (Achim-)Heidenau–Stade–Elbe Süd–Ellund
Inbetriebnahme: 2028 - 2032
Status: PCI (Project of Common Interest) auf der 2. Unionsliste
Pipeline-Betreiber: Gasunie